Ärzte Zeitung, 27.05.2008

Schreibtherapie im Internet gegen Kriegstraumata

GREIFSWALD (dpa). Menschen mit Kriegstraumata soll über das Internet geholfen werden. Psychiater der Uni Greifswald haben dazu eine sechswöchige Schreibtherapie gemeinsam mit dem Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin gestartet, teilt die Universität mit.

Die Behandlung wird Menschen über 65 Jahre angeboten. Jeder Teilnehmer verfasst elf Texte in je 45 Minuten zu seiner Lebensgeschichte, die von einem Therapeuten gelesen werden. Internet-Kommunikation habe sich als wirkungsvoll bei psychischen Störungen erwiesen. In den Niederlanden sei die Therapieform in die gesundheitliche Regelversorgung aufgenommen worden.

Nach Schätzungen haben etwa ein Viertel aller von 1933 bis 1945 Geborenen Kriegs-Traumatisierungen erlitten. Viele Menschen dieser Generation hätten nie über ihr Schicksal geredet.

Weitere Informationen unter www.lebenstagebuch.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welcher Grippeimpfstoff ist für Senioren am besten?

Für ältere Menschen gelten spezielle Impf-Anforderungen, so die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie. Sie hat daher Tipps für Hausärzte zusammengestellt. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Keine Bürgerversicherung, aber viele Wünsche

Beim Neujahrsempfang der Deutschen Ärzteschaft zeigte man sich erleichtert, dass die Bürgerversicherung vorerst vom Tisch ist. Reformbedarf gebe es aber. mehr »