Ärzte Zeitung online, 03.02.2009

Niederländer stirbt an neuer Creutzfeldt-Jakob-Variante

AMSTERDAM/BILTHOVEN (dpa). In den Niederlanden ist ein Patient an der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) gestorben, die mit dem Rinderwahnsinn BSE in Verbindung steht.

Wie das Königliche Institut für Gesundheit und Umwelt (RIVM) am Montag in Bilthoven mitteilte, haben dies nun Untersuchungen des Todesfalles von Anfang Januar bestätigt. Es sei der dritte vCJK-Todesfall in den Niederlanden nach jeweils einem 2005 und 2006.

Nach Angaben des Instituts wird in den Niederlanden seit 2001 alles Fleisch vor der Verarbeitung auf BSE-Erreger überprüft. Es könne laut einer Studie von 2006 im Fachjournal "Lancet" nach dem Fleischverzehr jedoch bis zu 50 Jahre dauern, bevor die Krankheit ausbreche. Die bei weitem meisten vCJK-Toten gibt es in Großbritannien, wo BSE 1985 auch weltweit erstmals beschrieben wurde. Dort starben laut Robert Koch-Institut bis Ende Oktober 2008 mehr als 160 Menschen daran. In Deutschland wurde noch kein vCJK-Fall bekannt.

Lesen Sie dazu auch:

Erreger von Scrapie und BSE kommen offenbar auch im Fettgewebe vor

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »