Ärzte Zeitung, 20.07.2009

Gynäkologen warnen vor Intim-Chirurgie

BERLIN (eb). Verkleinerung der Schamlippen, Neupositionierung der Clitoris, Rekonstruktion des Jungfernhäutchens - die Anzahl kosmetischer Genitaloperationen hat sich erhöht. Die Risiken solcher Eingriffe sind jedoch unzureichend untersucht. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) warnt daher jetzt vor den möglichen Folgen.

Operationen im Intimbereich beschäftigen in den USA bereits viele Chirurgen. Der Trend macht auch vor Deutschland nicht Halt. "Die Zahlen der Schönheitsoperationen am weiblichen Genitale ohne medizinische Notwendigkeit haben sich in den letzten Jahren dramatisch erhöht", sagt DGGG-Präsident Professor Rolf Kreienberg. "Diese Entwicklung macht uns Sorgen, denn Risikoeinschätzungen und Komplikationsraten dieser Op's fehlen oder werden verharmlost." Hinzu kommt, dass es keine wissenschaftlichen Daten gibt, die belegen, dass die Eingriffe zu anhaltender psychischer oder funktioneller Besserung führen. Gründe für diese Op's sind überwiegend ästhetischen Ursprungs.

Aber auch Einschränkungen bei Sport, Kleiderwahl und Geschlechtsverkehr werden genannt. Mögliche Folgen der Eingriffe sind Entzündungen, Narbenbildungen, Nervenstörungen mit verringerter sexueller Empfindlichkeit.

Die gesamte Stellungnahme auf: www.dggg.de unter "Nachrichten"

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie man trotz Plätzchen den Kilos trotzt

Ein Lebkuchen hier, ein Dominostein da und dann noch die fette Weihnachtsgans. Forscher geben studiengeprüfte Tipps gegen den üblichen Gewichtszuwachs an den Feiertagen. mehr »

Psychotherapeuten werfen der Koalition Diskriminierung vor

15:07Die Psychotherapeuten laufen Sturm gegen das TSVG. Sie fordern gleiche Rechte für ihre Patienten. mehr »

Zwei AOKen geben Zusatzbeitrag preis

Nach und nach geben die Krankenkassen ihren Beitragssatz für 2019 bekannt – nun taten dies die AOK Baden-Württemberg und AOK Nordwest. Es zeichnen sich sinkende Zusatzbeiträge ab, aber nicht bei jeder Kasse. mehr »