Ärzte Zeitung online, 21.09.2009

Psychotherapeuten distanzieren sich von Arzt

BERLIN (dpa). Die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung hat sich nach der tödlichen Therapiesitzung in Berlin deutlich von dem 50- jährigen Arzt distanziert. Mit Psychotherapie habe eine solche Behandlung nichts zu tun, sagte Dieter Best, Vorsitzender der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung (DPtV), am Montag.

"Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Wir sind erschüttert, dass so etwas möglich ist, verwahren uns aber dagegen, dass Scharlatanerie, wie sie hier betrieben wurde, mit Psychotherapie in Verbindung gebracht wird."

Der 50-Jährige soll am Samstag während einer Gruppensitzung in Berlin-Hermsdorf zwölf Menschen mit einem Drogengemisch behandelt und dadurch den Tod von zwei Männern verursacht haben. Gegen den Psychotherapeuten war am späten Sonntagabend Haftbefehl erlassen worden. Er hatte zugegeben, den 26 bis 59 Jahre alten Patienten einen Drogen-Cocktail verabreicht zu haben. Damit sollte bei ihnen eine Art Bewusstseinserweiterung erreicht werden.

   Ein 59 Jahre alter Mann starb noch in der Praxis, ein 28-Jähriger erlag am Samstagabend im Krankenhaus der Vergiftung. Der Zustand eines 55 Jahre alten Teilnehmers ist weiterhin kritisch. Die anderen konnten das Krankenhaus wieder verlassen.

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Tod nach Psychotherapie

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