Ärzte Zeitung online, 05.10.2009

Studie: Ein Prozent der US-Kinder autistisch

NEW YORK (dpa). In Amerika leiden einer neuen Studie zufolge etwa ein Prozent aller Kinder an Autismus oder einer verwandten Entwicklungsstörung. Jungen sind viermal häufiger betroffen als Mädchen. Das geht nach Angaben des Nachrichtensenders CNN aus einer Untersuchung der US-Gesundheitsbehörde CDC hervor.

"Das ist ein wichtiges Thema, das sofortige Aufmerksamkeit verdient", forderte die stellvertretende CDC-Direktorin Ileana Arias am Montag.

Die Zahlen lassen einen deutlichen Anstieg von Autismusfällen in den USA vermuten. Noch 2003 waren die Forscher davon ausgegangen, dass etwa eines von 150 Kindern betroffen ist. Jetzt stieg die Zahl auf eines von 91 Kindern. Dies könne jedoch auch darauf zurückzuführen sein, dass es ein größeres Bewusstsein für diese Störungen gebe, sagte Arias. Für die Studie waren 78 000 Eltern von Kindern zwischen drei und 17 Jahren telefonisch befragt worden.

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die es den Kindern schwer macht, Kontakt zu ihrer Umwelt aufzunehmen. Eine leichtere Form ist das sogenannte Asperger-Syndrom.

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