Ärzte Zeitung online, 25.11.2009

Studie: Nachtdienst hat keinen Einfluss auf Leistung

DRESDEN (dpa/nös). Der Nachtdienst im Krankenhaus wirkt sich laut einer neuen Studie nicht negativ auf die geistige Leistungsfähigkeit von Assistenzärzten aus. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Uniklinikums Dresden.

Wie das Klinikum am Dienstag mitteilte, waren die untersuchten Ärzte nach dem Nachtdienst zwar müder als ihre ausgeschlafenen Kollegen. Die mit einem Rechentest untersuchte geistige Fitness unterschied sich allerdings nicht.

Die Wissenschaftler hatten für ihre Studie insgesamt 38 Assistenzärzte über eineinhalb Jahre hinweg mehrfach getestet. Die Ergebnisse wurden jüngst in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Neurology" veröffentlicht.

In einer jüngst im "European Heart Journal" veröffentlichten Studie kamen Forscher aus Innsbruck zu anderen Ergebnissen. Sie fanden unter anderem heraus, dass Krankenhausärzte nach einem normalen Arbeitstag und einem darauf folgenden nächtlichen Bereitschaftsdienst ihr kardiovaskuläres Risikoprofil verschlechtern können.

Reimann et al.: "Education Research: Cognitive performance is preserved in sleep-deprived neurology residents", Neurology 2009, 73

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Das erhöht die Organspendebereitschaft

Beauftragte an Kliniken für Transplantationen sollen von allen anderen Aufgaben entbunden werden – das verlangt die Deutsche Stiftung Organtransplantation. Neue Zahlen aus Bayern geben ihr Argumentationshilfe. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »