Ärzte Zeitung für Neurologen/Psychiater, 07.09.2010

Botulinumtoxin B lindert Schmerz bei zervikaler Dystonie

FRANKFURT (mut). Patienten mit zervikaler Dystonie, die mit Botulinumtoxin Typ B (NeuroBloc®) behandelt werden, haben signifikant weniger Schmerzen als bei einer Placebo-Behandlung. Zudem profitieren deutlich mehr Patienten von einer Schmerzreduktion als bei einer Therapie mit Botulinumtoxin A. Das hat eine MetaAnalyse von drei Studien mit insgesamt knapp 300 Teilnehmern ergeben (Int J Neuroscience 2010; 120: 298). In einer der Studien sprachen gemessen mit einer spezifischen Schmerzskala 58 Prozent (10 000 E Botulinumtoxin B) versus 23 Prozent (Placebo) an, in einer weiteren lagen die Ansprechraten bei 49 versus 19 Prozent, und in der dritten Studie war Botulinumtoxin B mit einer Ansprechrate von 59 Prozent Botulinumtoxin A (36 Prozent) signifikant überlegen, teilt das Unternehmen Eisai mit. Als Ansprechen wurde eine mindestens 20-prozentige Verbesserung des Ausgangswertes auf der TWSTRS-Schmerz-Subskala definiert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »