Ärzte Zeitung, 14.01.2011

Gemeinsamkeiten von Alzheimer und Down-Syndrom

VANCOUVER (ple). Kanadische Wissenschaftler haben eine gemeinsame genetische Grundlage für die Entstehung des Down-Syndroms und von Morbus Alzheimer entdeckt.

Wie die Forscher um den Psychiater Professor Weihong Song aus Vancouver berichten, wird offenbar das Eiweißmolekül RCAN1 (regulator of calcineurin 1) im Gehirn sowohl von Patienten mit Down-Syndrom als auch von Alzheimer-Patienten übermäßig synthetisiert (J Biol Chem online).

Das Molekül sitzt am Beginn einer Signalkaskade, die zur Zerstörung von Neuronen im Hippocampus und im Kortex führt. Der Bauplan für das RCAN1-Gen liegt auf Chromosom 21.

Unklar sei, warum sowohl Patienten mit Down-Syndrom als auch Alzheimer-Patienten ähnlich große Mengen des Proteins haben, obwohl Down-Syndrom-Kranke ein zusätzliches Chromosom 21 besitzen, so die Forscher.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Tödlicher Messerangriff — der Schock sitzt tief

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Hausarzt reagierten Ärztevertreter bestürzt. Wie können Kollegen vor Gewalt geschützt werden? mehr »

Macht Sport so glücklich wie Geld?

Wer moderat Sport treibt, ist seltener unglücklich und kann damit offenbar Gehaltseinbußen von rund 22.000 Euro jährlich emotional kompensieren, so eine US-Analyse. mehr »

Experimentelle Arznei lindert Juckreiz

Forschende der Universität Zürich haben einen neuen Ansatz entdeckt, mit dem sich Juckreiz unterdrücken lässt. In einer Studie linderten sie damit nicht nur akute, sondern auch chronische Beschwerden. mehr »