Ärzte Zeitung online, 03.02.2011

Einzigartige Anlaufstelle für Patienten mit Schwindel eröffnet

MÜNCHEN (eb). In München hat eine einzigartige Ambulanz für Menschen mit Vertigo, Gleichgewichts- und Augenbewegungsstörungen ihre Türen geöffnet.

Eingeweiht wurde die interdisziplinäre Schwindelambulanz am Donnerstag von dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Dr. Helge Braun.

Das Ministerium fördert das Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) bis 2014 mit 25 Millionen Euro. Angesiedelt ist die Einrichtung am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Die Uni war im Jahr 2009 im BMBF-Wettbewerb um Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren mit ihrem Konzept als eines von mittlerweile acht IFBs erfolgreich.

"Mit der Schwindelambulanz startet bereits heute das Herzstück dieses Zentrums, das erst im November 2009 gegründet wurde", sagte Braun laut Mitteilung des Ministeriums zur Eröffnung.

"Diese Geschwindigkeit ist beeindruckend und zeigt das große Engagement, mit dem das Team um Professor Thomas Brandt diese Aufgabe vorantreibt."

Das BMBF beklagt, dass für Patienten mit Vertigo eine medizinische Unter- und Fehlversorgung bestehe. Grund dafür seien vielen möglichen Ursachen der Erkrankung.

Braun: "Weil in der neuen Münchener Ambulanz Mediziner unterschiedlicher Fachrichtungen zusammenarbeiten, wird vielen Schwindelpatienten eine umfassende Diagnose und Therapie ihrer Beschwerden ermöglicht."

Broschüre "Der Schwindel. Forschung - Diagnose - Therapie" zum Download unter: www.bmbf.de/de/15738.php

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