Ärzte Zeitung online, 27.07.2011

Sachsen will bessere psychiatrische Versorgung

DRESDEN (tt). Das sächsische Gesundheitsministerium hat eine "spürbare Verbesserung der psychiatrischen Versorgung" im Freistaat angekündigt.

Nachdem der Sächsische Krankenhausplanungsausschuss getagt hat, wird den Krankenhäusern ein Angebot gemacht, das dann verhandelt wird. Nach Vorstellung des Ministeriums sollen ab kommenden Jahr die Betten in den 24 psychiatrischen Kliniken um insgesamt 110 und die tagesklinischen Plätze um über 80 erhöht werden.

Der Grund: Die Auslastung der Betten steige. Allerdings sollen im Gegenzug die Plätze in den somatischen Abteilungen um voraussichtlich 500 gekürzt werden. Dort stagnieren die Fallzahlen, begründet das Ministerium.

Außerdem hat der Krankenhausplanungsausschuss vorgeschlagen, dass bestimmte medizinische Leistungen auf weniger Standorte verteilt werden. So wird die spezialisierte Adipositasbehandlung in Dresden, Freital und in Leipzig am Universitätsklinikum und dem St.-Georg-Krankenhaus konzentriert.

Die Versorgung mit Cochlear-Implantaten erfolgt zukünftig ausschließlich an den Universitätskliniken Dresden und Leipzig. Das sei nötig, so Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU), um "die Voraussetzungen für eine nachhaltige Krankenhauslandschaft in Sachsen" zu schaffen.

Der Ausschuss wird den Krankenhausplan 2012/2013 Ende des Jahres beschließen.

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