Ärzte Zeitung, 22.08.2011

Gesucht: Familien mit Zwillingen für einzigartige Studie

HOMBURG (eb). Die sozialen und medizinischen Besonderheiten in Familien mit zweieiigen Zwillingen, von denen eines das Down-Syndrom hat und das andere nicht, werden in einer weltweit einzigartigen Studie erforscht.

Dabei geht es etwa um die Fragen: Wie verläuft die Schwangerschaft, wenn eines der Kinder ein überzähliges Chromosom 21 hat? Wie entwickeln sich die Kinder nach der Geburt? Wie beeinflussen sie sich gegenseitig?

Um die Daten vergleichen zu können, suchen Professor Wolfram Henn, Leiter der genetischen Beratungsstelle am Uniklinikum in Homburg, und die Entwicklungspsychologin Professor Gisa Aschersleben aus Saarbrücken Kontrollfamilien mit zweieiigen Zwillingen ohne Down-Syndrom.

Die Kinder sollten zwischen zwei und elf Jahren alt sein. Fragebögen, Videoaufnahmen und Entwicklungstests stehen an. Auf dieser Basis wollen die Wissenschaftler Beratungskonzepte erarbeiten. Die Studie wird mit 160.000 Euro von der Volkswagen-Stiftung gefördert.

Kontakt: Christiane Mink, Tel. 0681/ 302-3877, ch.mink@mx.uni-saarland.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »