Ärzte Zeitung App, 07.01.2015

Studie

Selbstmordrate nimmt mit Arbeitslosigkeit zu

PARIS. Mit zunehmender Arbeitslosigkeit steigt nach einer französischen Studie des Nationalen Instituts für Gesundheit und medizinische Forschung (Inserm) die Suizidrate.

Knapp 600 Suizide der Jahre 2008 bis 2010 könnten mit der in diesen Jahren in Frankreich gestiegenen Arbeitslosenquote zusammenhängen. Steigt diese Quote etwa um zehn Prozent, dann nimmt die Suizidrate um durchschnittlich eineinhalb Prozent zu.

Die Forscher weisen ausdrücklich auf den rein statistischen Charakter ihrer Berechnungen hin. Ein direkter Zusammenhang zwischen Suizid und Arbeitslosigkeit könne daraus nicht abgeleitet werden.

Ein Beispiel: Eine schwere seelische Krankheit kann ein erhöhtes Arbeitsplatzrisiko für den Betroffenen wie auch eine vergrößerte Suizidgefahr bedeuten. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »