Ärzte Zeitung, 07.04.2015

Nervenschäden

Epothilon lässt Neuronen wachsen

BONN. Der Krebswirkstoff Epothilon reduziert im Tiermodell bei Rückenmarksverletzungen die Narbenbildung und aktiviert das Wachstum von verletzten Neuronen, teilt das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen mit.

Im Experiment zeige sich, dass der Wirkstoff, der auf dem amerikanischen Markt als Krebsmedikament zugelassen ist, auf mehrfacher Ebene wirke (Science 2015; online 12. März).

Zum einen könne Epothilon die Narbenbildung reduzieren, indem es die Ausbildung von Mikrotubuli-Filamenten in Fibroblasten störte, die die Narben bilden.

Ohne diese Strukturen können die Fibroblasten nicht aus dem Bindegewebe in Wunden migrieren. In Neuronen dagegen förderte Epothilon Wachstum und Regeneration durch den schnellen Aufbau von Mikrotubuli-Filamenten in den verletzten Axonen. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

Weg frei für GroKo-Gespräche und Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »