Ärzte Zeitung, 03.06.2016

Vorwurf in Tschechien

Stammzellen gegen Spende

PRAG. Schwerkranke Patienten sollen einem Medienbericht zufolge in Tschechien zu Spenden von jeweils mehr als 5000 Euro gedrängt worden sein, um eine experimentelle ALS-Therapie zu erhalten. Die Medizinerin Eva Sykova trat in Folge der Affäre als stellvertretende Vorsitzende des tschechischen Wissenschaftsrats zurück, wie das öffentlich-rechtliche Fernsehen CT berichtete.

"Wir haben keine Familie getroffen, die nicht den gleichen Verlauf beschrieben hat: Gebt eine Spende, wenn Ihr Stammzellen wollt", sagte eine CT-Reporterin. Das Forscherteam um Sykova bestritt indes einen kausalen Zusammenhang und sprach von einem Kommunikationsproblem. "Diese Patienten wollten unter keinen Umständen warten und baten um die Anwendung von Stammzellen um jeden Preis", hieß es in einer Stellungnahme. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »