Ärzte Zeitung online, 29.08.2011

Gruppentherapie hilft bei Depression

Gruppentherapie hilft bei Depression

PARIS (eb). Bei Herzpatienten sind Depressionen eine Ursache von vorzeitigem Tod. Depressive Herzpatienten profitieren dabei von gemeinsamer Gruppentherapie mit psychisch Gesunden.

Das hat eine Studie mit 275 Teilnehmern ergeben, die Dr. Barbara Murphy vom Heart Research Centre in Melbourne in Australien auf dem ESC in Paris vorgestellt hat.

In der Gruppentherapie seien depressiven Patienten ein positiver Umgang mit Krankheit und Emotionen sowie Strategien zu Bewegung, gesunder Kost und Raucherentwöhnung vermittelt worden, so Murphy.

Nach acht Wochen bewegten sich die depressiven Teilnehmer mehr und hatten wesentlich bessere LDL- und HDL-Werte als zuvor. In einer Kontrollgruppe ohne Intervention zeigten sich die positiven Effekte nicht.

Die psychisch gesunden Patienten seien für die Depressiven offenbar ein positives Vorbild. Nach Herzinfarkt oder Bypass-Op leidet etwa jeder vierte Patient unter Depressionen, zum Teil sehr lange Zeit.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Frauen leben länger, Männer glücklicher

Frauen haben in allen europäischen Ländern eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer, die zusätzlichen Jahre bescheren ihnen jedoch selten Freude. mehr »

So gefährlich sind Krampfadern

Krampfadern sollten nicht nur als kosmetisches Problem angesehen werden. Auch wenn die Varizen keine Beschwerden verursachen, bergen sie gesundheitliche Gefahren. mehr »

Die Macht der Position

Sexismus im medizinischen Alltag: Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler bricht hier eine Lanze für die Männer. Diskriminierung kennt sie - geschlechtsunabhängig - eher durch einen anderen Faktor. mehr »