Ärzte Zeitung, 13.11.2013

MRT-Untersuchung

Patienten mit Depression für Studie gesucht

HEIDELBERG. Wissenschaftler der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg suchen für eine Studie Probanden, die unter depressiven Symptomen leiden, aber aktuell keine antidepressiven Medikamente einnehmen.

Die Teilnehmer sollten bereit sein, sich einer Magnetresonanztomographie (MRT) zu unterziehen. Im Rahmen der Studie vergleichen die Wissenschaftler die Gehirnaktivität bei Patienten mit episodischer und chronischer Depression sowie gesunden Probanden.

Werden bestimmte Reize anders verarbeitet? Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Formen der Depression? Was sind die Ursachen der chronischen Depression und ergeben sich daraus neue Ansatzpunkte für die Therapie?

Teilnehmen können rechtshändige Probanden im Alter von 18 bis 58 Jahren. Der aktuellen depressiven Episode können bereits andere depressive Episoden vorausgegangen sein, die sich zwischenzeitlich wieder zurückgebildet haben.

Die Probanden sollen aktuell keine antidepressiven Medikamente einnehmen und nicht alkohol- oder drogenabhängig sein. Außerdem darf sich kein Metall wie Herzschrittmacher, Nägel oder Schrauben im Körper befinden.

Bei allen Teilnehmern wird eine ausführliche klinische Diagnostik der aktuellen Symptomatik und möglicher Begleiterkrankungen durchgeführt. Es folgt eine MRT-Messung in der Universitäts-Kopfklinik, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg.

Die Magnetresonanztomographie ist ein sicheres Verfahren, bei dem der Körper keinerlei Strahlenbelastung ausgesetzt wird. Es kommt kein Kontrastmittel zum Einsatz.Die Probanden erhalten eine Aufwandsentschädigung und können auf Wunsch MRT-Bilder ihres Gehirns auf einer CD mit nach Hause nehmen. Alle erhobenen Daten werden anonymisiert und streng vertraulich behandelt. (eb)

Mehr Infos unter Tel.: 06221 / 56 35.639 oder per E-Mail an: margarete.mattern@med.uni-heidelberg.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »