Ärzte Zeitung online, 23.02.2012

Magersucht-Therapie per SMS

HANNOVER (dpa). Bei der Behandlung der lebensbedrohlichen Magersucht gehen Ärzte und Therapeuten neue Wege: Mehrere Kliniken bieten Nachsorge-Programme über das Internet oder per SMS an.

"Die betroffenen Mädchen und jungen Frauen können sich in Selbsthilfe-Foren austauschen und bei Fragen an einen Therapeuten oder Coach wenden", sagte Professor Martina de Zwaan, Sprecherin des Forschungsverbundes zur Psychotherapie der Essstörungen (EDNET), der Nachrichtenagentur dpa.

Die Internet-Angebote sollen den Übergang von der stationären Behandlung zurück in den Alltag erleichtern. "Die Gefahr besteht, zu Hause in alte Gewohnheiten zurückzufallen", sagte de Zwaan.

Von diesem Donnerstag bis Samstag treffen sich internationale Experten zum 3. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen in Hannover. Die an EDNET beteiligten Wissenschaftler stellen ihre Ergebnisse vor.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Blick ins Gehirn offenbart beste Therapie-Option

Einige Depressive sprechen besser auf Verhaltenstherapien an, andere auf Antidepressiva. Ein Blick ins Hirn per fMRT zeigt, welcher Ansatz den meisten Erfolg verspricht. mehr »

Ein steiniger Weg nach Deutschland

Ob geflohen vor Krieg oder eingewandert aus anderen Teilen der Welt: Wer als ausländischer Arzt in einer deutschen Klinik oder Praxis arbeiten will, muss Ausdauer haben – und gutes Deutsch können. mehr »

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen weht scharfer Gegenwind. mehr »