Ärzte Zeitung App, 14.08.2014

Uniklinik Jena

Online-Befragung zu Ess-Störungen

JENA. In einer Folgestudie untersuchen die Medizinpsychologen des Uniklinikums Jena (UKJ) die langfristige Wirkung von Präventionsprogrammen für Ess-Störungen bei jungen Erwachsenen. Diese hatten vor fünf bis acht Jahren an Unterrichtseinheiten teilgenommen, die speziell für Teenager entwickelt und evaluiert worden waren, teilt die UKJ mit.

Privatdozent Dr. Uwe Berger leitete mehrere Projekte, in denen Schulprogramme für Mädchen und Jungen zur Vorbeugung von Magersucht, Bulimie, Fress-Attacken und Adipositas etabliert wurden.

"In Zusammenarbeit mit den Schulen konnten wir in den Jahren 2006 bis 2009 über 2500 Thüringer Schülerinnen und Schüler der 6. bis 8. Klassen in diese Programme einbeziehen und bei ihnen nachweislich eine Verbesserung des Körperselbstwertes und des Essverhaltens erreichen", wird der Psychologe vom UKJ in der Mitteilung zitiert.

Fünf bis acht Jahre nach der Teilnahme an dem Programm befragen die Wissenschaftler die nun 16- bis 20-Jährigen erneut und ebenso Gleichaltrige, die kein Präventionsprogramm absolviert haben.

In einem Online-Fragebogen erfassen sie das Essverhalten, den Körperselbstwert, Größe und Gewicht sowie eine eventuelle bisherige Behandlung wegen einer Ess-Störung.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen seines Förderschwerpunktes Präventionsforschung mit 300.000 Euro unterstützt. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »