Ärzte Zeitung online, 09.07.2018

Parkinson

T-Zellen richten sich gegen Nervenzellen

Bei Patienten mit Parkinson scheint das körpereigene Immunsystem eigene Mittelhirnnervenzellen anzugehen.

ERLANGEN. Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind einer möglichen Ursache von Parkinson auf die Spur gekommen – im Immunsystem der Patienten.

Sie konnten belegen, dass bei der Erkrankung T-Zellen dopaminproduzierende Nervenzellen des Mittelhirns angreifen und töten, teilt die FAU mit.

Hierzu wandelte das Forscherteam patienteneigene Haut- in Stammzellen um, und differenzierten sie dann weiter zu Mittelhirnnervenzellen aus. Diese Zellen wurden dann mit frischen T-Zellen desselben Patienten in Kontakt gebracht.

Das Ergebnis: Die Abwehrzellen töteten eine große Anzahl der Nervenzellen, dies war jedoch nicht bei den gesunden Testpersonen nachweisbar.

Hoffnung gibt jedoch ein weiteres Ergebnis: Antikörper, die die Wirkung der Th17-Zellen blockieren, und sogar ein bereits im Klinikalltag bei Schuppenflechte angewandter Antikörper konnten den Tod der Nervenzellen weitgehend verhindern. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »