Ärzte Zeitung, 22.02.2005

Auszeichnung für MS-Forscher aus München

MÜNCHEN (eb). Professor Reinhard Hohlfeld von der Universität München ist mit dem Sobek-Forschungspreis ausgezeichnet worden. Der mit 100 000 Euro dotierte Preis ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen zur Multiple-Sklerose-Forschung.

Wie die Universität München mitteilt, gelang Hohlfeld 1984 als erstem die Isolierung und klonale Kultur von humanen T-Helfer-Lymphozyten, die für die Antikörperproduktion bei der Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis von Bedeutung sind.

Seit 1990 forscht der Direktor des Instituts für Klinische Neuroimmunologie an der Universität München vor allem zur Pathogenese der Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose (MS).

Kürzlich gelang es dabei Hohlfelds Arbeitsgruppe, einzelne Zellen im Hirngewebe mit einem mikroskopisch kleinen Laser und modernsten molekulargenetischen Methoden zu untersuchen und erstmals T-Zell-Rezeptoren von MS-Patienten erfolgreich zu analysieren. Diese Erkenntnisse wirken sich nachhaltig auf die Erforschung der Wirkmechanismen von immunmodulierenden Therapien bei MS aus.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Manche Wortwahl irritiert mich sehr"

Gesundheitsminister Spahn wird wegen des TSVG von Ärzten kritisiert. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" betont er: Es wird mit Falschinformationen Stimmung gemacht. mehr »

Galenus-Gala 2018 – Das sind die Gewinner

Was zeichnet innovative Arzneimittelforschung aus? Vier Medikamente und eine Forschergruppe erhalten den Galenus-von-Pergamon-Preis 2018. Für beispielhaftes soziales Engagement wurde zudem der CharityAward verliehen. mehr »

Stammzelltherapie stoppt aggressive MS

Je früher, desto wirksamer – auch bei der autologen Stammzelltransplantation: Die Aktivität der Multiplen Sklerose lässt sich wohl komplett unterbinden, wenn die Methode als First-line-Therapie eingesetzt wird. mehr »