Ärzte Zeitung online, 22.02.2011

Hitze beeinträchtigt Hirnfunktion bei Multipler Sklerose

Hitze ist für Hirnleistung von Patienten mit Multipler Sklerose besonders schlecht: An warmen Tagen sind die Gedächtnisfunktion und die Verarbeitungsgeschwindigkeit um bis zu 70 Prozent reduziert.

WEST ORANGE (mut). An warmen Sommertagen verstärken sich bei einem Teil der MS-Patienten die Krankheitssymptome. Doch offenbar betrifft dies nicht nur die motorischen Beschwerden, die Hitze beeinträchtigt auch massiv die kognitiven Funktionen der Patienten.

Darauf deuten Ergebnisse einer US-Studie mit 40 MS-Patienten und 40 gesunden Personen. Die Teilnehmer absolvierten an unterschiedlichen Tagen verschiedene Kognitionstests, darunter Gedächtnistests oder Test auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Bei den gesunden Teilnehmern gab es dabei keine Unterschiede bei der kognitiven Leistung. Die MS-Patienten schnitten an warmen Tagen im Schnitt jedoch 70 Prozent schlechter ab als an kühlen Tagen.

"Dies sollte man etwa bei klinischen Studien mit MS-Kranken berücksichtigen", berichtet Studienautorin Dr. Victoria Leavitt aus West Orange in New Jersey in einer Mitteilung der American Academy of Neurology (AAN).

Die Ergebnisse der Studie werden auf dem Kongress der AAN Anfang April in Honolulu präsentiert.

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