Ärzte Zeitung online, 09.01.2018

Multiple Sklerose

Kristallines Cholesterin verhindert Reparatur im ZNS

MÜNCHEN. Nach der Zerstörung einer Myelinscheide löst kristallines Cholesterin, das nicht rasch genug durch Fresszellen abgebaut werden kann, eine chronische Entzündung aus, die wiederum eine Regeneration der Myelinscheide verhindert. Das haben Forscher um Professor Mikael Simons von der TU München im Mausmodell herausgefunden und damit einen Behandlungsansatz bei Multipler Sklerose aufgetan (Science 2018; online 4. Januar).

Denn als sie die Tiere mit einem Medikament behandelten, das den Abtransport von Cholesterin fördert, gingen die Entzündungen zurück und die Myelinscheiden wurden regeneriert, heißt es in einer Mitteilung der TU München. Die Forscher wollen nun herausfinden, ob dieser Mechanismus sich für MS-Therapien nutzen lässt. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »