Ärzte Zeitung, 19.02.2004

FUNDSACHE

Mit Gebeten gegen Albträume

Jahrelang durchlebte ein 45 Jahre alter Mann Nacht für Nacht seine Abi-Prüfung - jedes Mal versagte er jämmerlich. Bis er den Satz des Pythagoras auswendig lernte und seinem Lehrer im Albtraum die Lösungen präsentierte.

Wer seine Träume nicht verdrängt, sondern sich mit ihnen auseinandersetzt, der kann die düsteren Nachtgestalten vertreiben, sagt der Bonner Neurophysiologe Professor Detlev Linke im "Kölner Express". Für ihn sind Albträume eine Art Trainingscamp für den Alltag. So werden in einem Verfolgungstraum beispielsweise Handlungsbereitschaft und Reaktionszeit verbessert.

Wer jedoch keine Lust hat, sich dem nächtlichen Grusel zu stellen, der sollte die kritischen Traumszenen aufschreiben und sich einen guten Ausgang ausmalen. Auch wer vor dem Einschlafen eine kurze Besinnungszeit einlegt, wird meist verschont. Ein anderes, aber wirksames Rezept, ist, so der Wissenschaftler, ein kurzes Nachtgebet. (ine)

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