Ärzte Zeitung, 05.12.2007

KOMMENTAR

Der Trick mit dem Fragebogen

Von Heinz Dieter Rödder

Schnarchen ist äußerst lästig - für den Partner im Schlafzimmer. Für den Schnarcher wird es gefährlich, wenn eine Schlafapnoe hinzukommt. Denn eine gestörte Atmung im Schlaf ist als kardialer Risikofaktor so bedeutsam wie Hypertonie oder Dyslipoproteinämie.

Eine Schlafapnoe abzuklären lohnt sich also. Den meisten Patienten ist aber nicht bewusst, dass ihnen nachts der Atem stockt. Fragen nach dem Schnarchen oder der Schlafqualität führen daher meist nicht auf die Spur. Nun kann man aber ja nicht jeden Risiko-Patienten gleich ins Schlaflabor oder zu einer aufwändigen Untersuchung zum Facharzt schicken. Was also tun?

In der Praxis lassen sich erste Hinweise auf einen gestörten Schlaf einfach erhalten - mit Hilfe eines Fragebogens, der Epworth-Sleepiness-Skala, der einen einfachen Trick nutzt. Gefragt wird dabei, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, in alltäglichen Situationen einzuschlafen. So lassen sich Kandidaten für eine aufwändigere weiterführende Diagnostik einfach erkennen.

Lesen Sie dazu auch:
Schlafstörung bei Frauen - an Schlafapnoe wird selten gedacht

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Natürliche Cholesterinsenker" bei Statin-Intoleranz?

Nahrungsergänzungsmittel als "natürliche Cholesterinsenker" sind umstritten. Bei Patienten mit Statinunverträglichkeit können sie aber hilfreich sein. Was empfehlen Experten? mehr »

Bei der Digitalisierung viel Luft nach oben

Die KBV hat nachgefragt, was sich in Sachen Digitalisierung in den Arztpraxen schon getan hat. Fazit: Manches ist schon umgesetzt. Wo sind noch ungenutzte Chancen? mehr »

Forscher entdecken Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben

12.43Eine Pilotstudie hat winzige Plastikpartikel in menschlichen Stuhlproben gefunden – weltweit. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat unterdessen eine erste Stellungnahme abgegeben. mehr »