Ärzte Zeitung, 08.07.2009

Mehr Arbeitsunfähigkeit bei Schlafapnoe

Risiko für langfristige Arbeitsunfähigkeit verdoppelt

NEU-ISENBURG (ikr). Patienten, die über Symptome einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) klagen, haben nicht nur ein erhöhtes Unfallrisiko. Solche Patienten sind offenbar auch stärker gefährdet, langfristig arbeitsunfähig zu sein.

In einer norwegischen Studie wurden die Kranken- und Versicherungsdaten von 7028 Personen zwischen 40 und 45 Jahren über einen Zeitraum von vier Jahren analysiert (Eur Respir J 32, 2008, 1497). Dabei stellte sich heraus: Die OSA-Prävalenz betrug 6,3 Prozent. 65 Prozent der Betroffenen waren Männer.

Bei Personen, die OSA-Symptome angaben wie Schnarchen, Tagesschläfrigkeit und Atemstillstände im Schlaf, war das Risiko für eine Langzeitarbeitsunfähigkeit von mindestens acht Wochen nahezu doppelt so hoch wie bei Personen ohne solche Symptome. Außerdem hatten Menschen mit OSA-Symptomen ein mehr als doppelt so hohes Risiko, dauerhaft erwerbsunfähig zu werden.

Lesen Sie dazu auch:
Abspecken: Erfolgsrezept bei leichter Schlafapnoe

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »

Nach einem Hörsturz ist das Schlaganfallrisiko erhöht

Nach einem Hörsturz haben Patienten ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. In einer südkoreanischen Studie war dies kontinuierlich über einen elfjährigen Nachbeobachtungszeitraum festzustellen. mehr »