Ärzte Zeitung, 13.10.2009

Rechentest machte der Nachtschicht keine große Mühe

NÜRNBERG (mut). Ärzte sind nach einem Nachtdienst oder nach einer Nachtschicht geistig fitter als gedacht. Darauf deutet eine Untersuchung bei 38 neurologischen Assistenzärzten, die Privatdozent Tjalf Ziemssen von der Uni Dresden beim Neurologen-Kongress in Nürnberg vorgestellt hat. Die Wissenschaftler hatten die Müdigkeit mit Pupillografie und die kognitive Leistung über einen Test mit Rechenaufgaben ermittelt. Probanden waren Ärzte nach normalem Dienst, nach regulärem Nachtdienst sowie nächtlichem Bereitschaftsdienst.

Das überraschende Ergebnis: Die Neurologen waren nach einem nächtlichen Dienst zwar deutlich müder als ihre tagaktiven Kollegen - die Pupillengröße variierte deutlich. Jedoch gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen Nachtschicht und Nachtdienst. Überraschend war aber auch das Ergebnis der Rechentests: In allen drei Gruppen gab es keine großen Unterschiede.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wut und Ärger können Schlaganfälle begünstigen

Menschen, die sich häufig aufregen, sind gefährdeter für Schlaganfälle, zeigen Studien. Das gilt aber nicht für alle. Es spielt womöglich der Status eine Rolle, so eine Analyse. mehr »

Masern-Impfpflicht im Gespräch

Wird die Masern-Impfung bald Pflicht in Deutschland? Laut SPD befindet sich eine solche Vorlage in Abstimmung mit dem Gesundheitsminister. Die Grünen sind skeptisch. mehr »

Ab 1. August lockt Extra-Honorar

Je nachdem, warum und auf welchem Weg ein (Neu-)Patient in die Praxis kommt, verspricht das Termineservicgesetz Ärzten ab 1. August extrabudgetäres Honorar, Zuschläge oder einen Bonus von zehn Euro. mehr »