Ärzte Zeitung online, 08.11.2017

Ein- und Durchschlafstörungen

Schlafstörung bei Kindern bleibt oft erhalten

MÜNSTER. Kinder mit Schlafstörungen kämpfen in vielen Fällen auch als Erwachsene mit Schwierigkeiten bei der Nachtruhe. "Etwa 60 Prozent der Kinder mit Schlafstörungen behalten das Problem", sagte Professor Angelika Schlarb anlässlich der 25. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin in Münster.

Die Wissenschaftlerin der Universität Bielefeld forscht seit mehr als 15 Jahren zu dem Thema. Laut ihrer Studien haben in Deutschland etwa 10 bis 20 Prozent der Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren Ein- und Durchschlafstörungen. Von ihnen geht die Forscherin aus, wenn ein Kind seit mindestens drei Monaten mehrmals die Woche Probleme hat, ein- oder durchzuschlafen.

Schlafstörungen bei Kindern können laut Schlarb schnell negative Konsequenzen haben, da die Kinder emotional unausgeglichener, weinerlicher und aggressiver werden. Außerdem steige langfristig auch das Risiko für eine psychische Erkrankung wie eine Depression. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »