Ärzte Zeitung, 19.02.2004

Junge Suchtkranke sollen gezieltere Hilfe erhalten

KÖLN (iss). Fünf Sucht-Selbsthilfeverbände bauen ihr Angebot für junge Suchtkranke aus. Mit dem Projekt "Brücken bauen" wollen sie gezielt auf Suchtkranke unter 30 zugehen.

Nach einer Befragung junger Suchtkranker sind 69 Prozent von ihnen mit mindestens einem suchtkranken Angehörigen aufgewachsen, das sind mehr als bisher angenommen. "Für Kinder aus suchtbelasteten Familien ist die Rehabilitation besonders schwer", erläutert Hermann Hägerbäumer, Leiter der Befragung und Bundesgeschäftsführer des Blauen Kreuzes in Deutschland.

Diesen Süchtigen fehle nach einer Behandlung oft die Unterstützung der Familie, sie hätten im Schnitt eine schlechtere Schulbildung und seien häufiger arbeitssuchend als ihre gesunden Altersgenossen. Das Projekt wird vom Bundesgesundheitsministerium finanziert.

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