Ärzte Zeitung, 31.01.2005

Cannabis ist bei Jugendlichen die Droge Nummer 1

KÖLN (dpa). Haschisch und Marihuana sind die Drogen Nummer eins unter deutschen Jugendlichen. 21 Prozent der 12- bis 19jährigen gaben in einer repräsentativen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an, daß sie schon einmal Cannabis- Produkte konsumiert hätten.

"Wir müssen die Jugendlichen deshalb darüber informieren, daß Cannabis keine Spaßdroge ist, sondern erhebliche gesundheitliche Risiken nach sich zieht", sagte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott am Freitag in Köln. Die Bundeszentrale bietet Lehrern kostenlose Info-Pakete an, um auffällige Schüler und deren Eltern aufzuklären.

Die Akzeptanz illegaler Drogen nahm in den vergangenen Jahren unter Jugendlichen deutlich zu. 1986 sagten nach BZgA-Angaben noch 66 Prozent der Befragten bis 25 Jahre, sie wollten auf keinen Fall Drogen nehmen. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 50 Prozent. Diese Entwicklung gehe allein darauf zurück, daß immer mehr Leute Cannabis für unbedenklich hielten.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bzga.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »