Ärzte Zeitung, 15.09.2005

Rauchen für Eltern tabu

Passivrauchen erhöht bei Kindern das Krebsrisiko

HEIDELBERG (dpa). Rauchende Eltern legen den Grundstein für eine mögliche spätere Krebserkrankung ihrer Kinder. Passivrauchen erhöht nicht nur das Risiko der Kinder für Nasen- oder Lungenkrebs um das drei- und 1,7fache im Vergleich zu Kindern von Nichtrauchern.

Die Nachkommen rauchender Mütter erkranken auch häufiger an Blasen- oder Nierenkrebs. Das seien die Spätfolgen von Abbauprodukten des Tabaks im Mutterleib und in der Muttermilch, teilte das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg mit.

Die Forscher analysierten Daten aus Schweden von 60 000 Elternteilen mit Lungenkrebs. Bei den Nachkommen wurden seit 1958 fast 174 000 Krebserkrankungen verzeichnet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Drastisch veränderte Mundflora bei Krebs

Beim Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle ist die Zusammensetzung des oralen Keimwelt im Vergleich zu Gesunden drastisch verschoben. mehr »

Engagement, das Früchte trägt

Jungen Menschen fehlt es an Gespür für ehrenamtliches Engagement? Ein Vorurteil, wie sich bei der Springer Medizin Gala gezeigt hat. Deutlich wurde auch, dass Engagement für Hilfsbedürftige auch den Sinn für das Politische schärft. mehr »

So wird Insulin für Diabetiker produziert

Hinter den Toren des Industrieparks Höchst bieten sich faszinierende Einblicke in die Welt der Hochleistungs-Biotechnologie: Milliarden von E.coli-Bakterien produzieren hier das für Diabetiker überlebenswichtige Insulin. mehr »