Ärzte Zeitung, 26.07.2006

Klinik für Videospielsüchtige

Amsterdamer Einrichtung ist die erste ihrer Art in Europa

NEU-ISENBURG (Smi). In Amsterdam ist die europaweit erste Klinik für Videospielsüchtige eröffnet worden. Das berichtet der britische Nachrichtensender BBC im Internet.

Der 21jährige Tim, einer der ersten Patienten der Klinik, saß eigenen Angaben zufolge 17 Stunden am Tag vor dem Bildschirm. Er besaß vier Fernsehgeräte, einen Laptop und mehrere Spielkonsolen. "Ich habe kein soziales Leben, keine Freunde, nur Cyber-Freunde", sagte er.

In der Klinik herrscht absolute Spiel-Abstinenz. Die Therapie mit Psychologen, Psychiatern und anderen Therapeuten erfolgt in Gruppen- und Einzelsitzungen. Die Spielsüchtigen sollen hier vor allem lernen, daß man seine Zeit auch mit anderen Dingen verbringen und trotzdem dabei Freude haben kann.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »