Ärzte Zeitung, 15.01.2008
 

Blei-verseuchtes Marihuana alarmiert Ärzte

LEIPZIG (dür). Mit Blei versetztes Marihuana hat in Leipzig bei vielen Drogenkonsumenten zu Vergiftungserscheinungen geführt. Niedergelasse sind dazu aufgerufen, mit dem Gesundheitsamt zu kooperieren.

Bereits Anfang November 2007 hatten Vertreter von Polizei und Gesundheitsamt erstmals vor den verunreinigten Drogen gewarnt. Da sich die Zahl der Betroffenen trotzdem erhöhte, bittet das Gesundheitsamt die niedergelassenen Ärzte, die Zahl der bei ihnen gemachten Blutuntersuchungen zu melden, um sich einen Überblick über das Ausmaß der Kontaminationen zu verschaffen. Der Hartmannbund rief seine Mitglieder zur Kooperation mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst auf.

Nach einer Bilanz des Gesundheitsamtes ließen sich bislang 400 Drogenkonsumenten untersuchen, von 360 vorliegenden Befunden wurden bei 113 Menschen zu hohe Bleiwerte im Blut festgestellt.

Topics
Schlagworte
Suchtkrankheiten (2984)
Panorama (31097)
Organisationen
Hartmannbund (732)
Wirkstoffe
Blei (95)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Inhalatives Steroid bei Kindern – Keine falsche Zurückhaltung!

Die Angst vor Frakturen sollte bei asthmakranken Kindern kein Grund gegen die Kortisoninhalation sein. Zurückhaltung könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben. mehr »

Ibuprofen plus Paracetamol so effektiv wie Opioide

Es müssen keine Opioide sein: OTC-Analgetika wirken bei Schmerzen in den Gliedmaßen ähnlich gut wie Opioide, so eine US-Studie. mehr »

Steigender Drogenkonsum bereitet Sorgen

Der Cannabiskonsum wird unter Jugendlichen langsam aber stetig populärer. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung fordert einen massiven Ausbau der Präventionsangebote. mehr »