Ärzte Zeitung online, 02.05.2008

Jugendliche trinken immer mehr Alkohol - Gegenkampagne startet

KÖLN (dpa). 150 Gramm reinen Alkohol - also etwa zwei Gläser pro Tag - haben männliche 16- und 17-Jährige im vergangenen Jahr im Durchschnitt pro Woche getrunken. In der Präventions-Kampagne "Na toll!" werden geschulte Jugendliche bis Oktober gezielt Altersgenossen auf die Risiken hinweisen.

In den vergangenen Jahren zeigte sich, dass gerade solche jungen Botschafter gut Zugang zu den Minderjährigen fanden und ihnen Alternativen zum Alkohol-Trinken nahebringen konnten. Das hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Freitag in Köln mitgeteilt.

In der "Na toll!"-Aktion werden die gschulten Jugendlichen vor allem an Urlaubsorten, in Jugendherbergen, bei Festivals oder Jugendveranstaltungen Gleichaltrige ansprechen.

Nachdem es beim Alkoholkonsum Jugendlicher 2004 und 2005 zunächst einen Rückgang gab, zeigte eine BZgA-Untersuchung für das vergangene Jahr wieder einen deutlichen Zuwachs, vor allem bei Bier, Bier- Mixgetränken und Spirituosen. Besonders 16 und 17 Jahre alte Jungen tranken mit 150 Gramm reinem Alkohol pro Woche besorgniserregend viel.

Diese Menge entspricht zwei Gläsern eines alkoholischen Getränks pro Tag. "Je früher mit dem Alkoholtrinken begonnen wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für gesundheitliche Schäden und schnelle Abhängigkeit", warnte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott.

Informationen zur Präventions-Kampagne "Na toll!" auf: www.bist-du-staerker-als-alkohol.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weg frei für GroKo-Gespräche – Schulz verspricht Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »