Ärzte Zeitung online, 16.09.2008

Krankenkassen gegen Einstufung von Tabak-Abhängigkeit als Krankheit

BERLIN (dpa). Die Forderung der Bundesärztekammer, Tabak-Abhängigkeit als Krankheit einzustufen und damit auch die Behandlung besser zu vergüten, stößt beim Spitzenverband der Krankenkassen auf Ablehnung.

"Wir sehen hier keinen besonderen Vergütungsbedarf", sagte Verbandssprecher Florian Lanz der "Frankfurter Rundschau." "Beratungsgespräche rund ums Rauchen gehören selbstverständlich zu den Kernaufgaben insbesondere der Hausärzte. Sie werden innerhalb bestehender Pauschalen vergütet."

Lanz verwies darauf, dass die Kassen sich bei dem Thema bereits sehr engagierten, indem sie regelmäßige Gesundheits-Checks sowie Spezialprogramme zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes finanzierten.

Lesen Sie dazu auch:
Ärztekammer fordert Einstufung von Rauchern als Kranke

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