Ärzte Zeitung online, 23.09.2008

"HaLT" - Projekt gegen Komasaufen bei Jugendlichen nun bundesweit

LÖRRACH (dpa). Ein Projekt gegen hohen Alkoholkonsum bei Minderjährigen soll auf ganz Deutschland ausgedehnt werden. Das Konzept "HaLT - Hart am LimiT" will dem sogenannten "Komasaufen" von Kindern und Jugendlichen entgegenwirken.

Damit könnten Klinikaufnahmen wegen einer Alkoholvergiftung nachweislich gesenkt werden, sagte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) am Montag in Lörrach.

Das Projekt unterstützt Kinder und Jugendliche, die mit einer komatösen Alkoholvergiftung in eine Klinik gebracht werden. Ihnen und ihren Eltern werden Wege für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol aufgezeigt. "HaLT" arbeitet mit Schulen, Vereinen, Kliniken, Gaststätten und Jugendzentren zusammen. Das in Lörrach entwickelte Konzept war im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums zweieinhalb Jahre in mehreren Bundesländern getestet worden.

Lesen zu dem Projekt "HaLT" auch:
Seltener Komasaufen - Erfolg bei Modellprojekt

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Abwarten schlägt Op

Zumindest in den ersten sechs Jahren nach Diagnose haben Männer mit lokalisiertem Prostata-Ca eine bessere Lebensqualität, wenn sie sich nicht unters Messer legen. mehr »

No deal-Brexit? Dieses Szenario lässt NHS-Angestellte schaudern

Je mehr Zeit in ergebnislosen Verhandlungen verrinnt, desto nervöser werden Beschäftigte vor allem im Gesundheitswesen. Ein Brexit ohne Vertrag mit der EU? Im NHS fürchtet man in diesem Fall ein Desaster. mehr »

Der reine Telearzt kommt

Fernbehandlung ohne Erstkontakt in der Praxis? Im Ländle wird dieses Modell jetzt erstmals getestet. Die Kammer dort hat gerade das erste Projekt genehmigt. mehr »