Ärzte Zeitung online, 22.12.2008

Spanier rauchen trotz Rauchverbots wieder mehr Zigaretten

MADRID (dpa). Das vor drei Jahren eingeführte Anti-Tabak-Gesetz kann die Spanier nicht vom Rauchen abhalten. Wie die Zeitung "El País" am Montag berichtete, stieg der Zigarettenverbrauch in den ersten zehn Monaten dieses Jahres im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,3 Prozent auf 3,8 Milliarden Päckchen. Damit kehrte sich der Trend der vergangenen Jahre zu einem geringeren Tabakkonsum erstmals wieder um.

Nach dem im Januar 2006 in Kraft getretenen Anti-Tabak-Gesetz ist das Rauchen am Arbeitsplatz sowie in fast allen geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen verboten. Bei den Gaststätten mit einer Fläche von weniger als 100 Quadratmeter müssen die Wirte entscheiden, ob sie das Rauchen zulassen oder untersagen.

In den Jahren vor dem Inkrafttreten des Gesetzes war der Zigarettenkonsum in Spanien permanent zurückgegangen. 2006 setzte eine Stabilisierung ein, nun nimmt der Verbrauch wieder zu.

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