Ärzte Zeitung online, 27.02.2009

16-Jähriger stirbt nach Cocktail aus Alkohol und Tabletten

HEIDELBERG/WIESLOCH (dpa). Ein Cocktail aus Tabletten und Alkohol hat einem 16-Jährigen aus Wiesloch bei Heidelberg am Freitag das Leben gekostet. Der Junge hatte am Rosenmontag gemeinsam mit einer 19-Jährigen und einem 17 Jahre alten Freund bei einer Fastnachtsparty gefeiert und dann mit ihnen in Wiesloch übernachtet.

Am Faschingsdienstag war er von einem Notarzt wiederbelebt und in eine Klinik gebracht worden (wir berichteten). Er schwebte nach Polizeiangaben seitdem in Lebensgefahr. Einer Freundin des Jungen gehe es unterdessen besser, teilte die Polizei in Heidelberg mit. Die 19-Jährige liegt nicht mehr im künstlichen Koma, wird aber nach wie vor auf der Intensivstation behandelt.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die jungen Leute den gesamten Partyabend über Alkohol getrunken und morphinhaltige Medikamente geschluckt. Erst am späten Dienstagnachmittag war der 17 Jahre alte Gastgeber aufgewacht, sein Freund und das Mädchen lagen leblos da.

Die Polizei konzentriert sich vor allem darauf, von wem die Jugendlichen die Tabletten bekommen hatten. Dabei sucht sie nach einem 18 bis 19 Jahre alten Mann, der als Pirat verkleidet war. Von ihm will der 17-Jährige laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung am Rande der Faschingsparty der Feuerwehr im katholischen Gemeindehaus die Tabletten erhalten haben.

Der Staatsanwaltschaft Heidelberg untersucht nun den Tod des Jugendlichen. Wann erste Ergebnisse der Obduktion zu erwarten sind, war zunächst offen. Auch die Ergebnisse zu den Blutproben der Jugendlichen standen noch aus.

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