Ärzte Zeitung online, 19.06.2009

Alkohol verstärkt Gewalt gegen Polizisten

HANNOVER(dpa). Zunehmender Alkoholkonsum in der Bevölkerung macht den Arbeitsalltag von Polizeibeamten immer gefährlicher. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte daher am Freitag in Hannover ein Werbeverbot für Alkohol und härtere Strafen für Angriffe gegen Polizeibeamte.

"Alkohol, Verrohung und Gewalt gegen Polizisten gehen Hand in Hand", sagte der Vorsitzende der GdP Niedersachsen, Bernhard Witthaut, am Freitag in Hannover. Die Übergriffe hätten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. "Alkohol hat eine enthemmende Wirkung, die sich sehr schnell verbal oder durch Gewaltdelikte gegen unsere Kollegen wendet", sagte Witthaut anlässlich der bundesweiten "Aktionswoche Alkohol".

Die GdP setzt auf Abschreckung und fordert deutlich härtere Strafen für Angriffe gegen Beamte. Die Gerichte stellten solche Fälle oft mit dem Verweis auf die Gefährlichkeit des Berufes ein, sagte Witthaut. "Wir wollen, dass die Gerichte den Rahmen, den ihnen das Strafgesetzbuch zur Verfügung stellt, auch ausschöpfen."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Rettungsgasse blockieren kostet 320 Euro

Länderkammer verschärft die Bußgeldhöhe, wenn Rettungsgassen nicht beachtet werden. mehr »

Palliativmedizin erfordert Zusatzqualifikation

Die Debatte um die Verpflichtung von Hausärzten zur Zusatzausbildung in Palliativmedizin schlägt hohe Wellen. In der KBV-Vertreterversammlung am Freitag wurde KBV-Vize Hofmeister nun grundsätzlich. mehr »