Ärzte Zeitung, 17.06.2010

Kommentar

Lange Liste der Raucherschäden

Von Heinz Dieter Rödder

Die Liste der Körperteile eines Menschen, denen die Folgen des Rauchen Böses tun, ist wahrlich lang. Sie reicht vom Kopf bis zu den Füßen.

Wen wundert es da, dass auch bei einer frühen altersbedingten Makuladegeneration - vom Alter abgesehen - das Rauchen jetzt als der Hauptrisikofaktor identifiziert worden ist. Wir dürfen also die lange Liste der Organe, die durch das Rauchen geschädigt werden, um die Augen ergänzen.

Eine andere Liste wird ebenfalls laufend länger: Die Liste der Studien, in denen belegt wird, dass nach einem Rauchverbot binnen kurzer Zeit die Rate der Herzinfarkte zurückgeht. Gerade ist das in Großbritannien wieder bestätigt worden. Vorher hatte sich das schon in vielen anderen Ländern gezeigt.

Die Tendenz ist überall die Gleiche, wenn auch die Zahlen etwas differieren, was für Studien ja nicht ungewöhnlich ist. Und die Größenordnung der Verminderung der Herzinfarktrate, um die es da geht, ist beachtlich: 30 Prozent - das ist eine Größenordnung, wie sie sonst in Studien mit Statinen erreicht wird.

Eindämmung des Rauchens in der Öffentlichkeit ist ein probates Mittel zum Gesundheitsschutz. Wir müssen dieses Mittel nur nutzen.

Lesen Sie dazu auch:
Rauchen ist Risikofaktor für frühe AMD

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »