Ärzte Zeitung online, 13.08.2010

Hausärzte und Internisten für Studie zu Sucht im Alter gesucht

KÖLN (eb). Das Deutsche Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der Katholischen Hochschule NRW untersucht in einer Studie das Suchtverhalten im Alter. Für das Projekt werden noch Ärzte gesucht, vor allem Hausärzte und Fachärzte für Allgemeinmedizin oder Innere Medizin.

Hausärzte und Internisten für Studie zu Sucht im Alter gesucht

Suchtkranke ältere Menschen besser zu erkennen und zu behandeln ist das Ziel des Projektes SLAAC. Es werden noch Ärzte für das Projekt gesucht.

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Das Forschungsprojekt heißt "Steigerung der Lebensqualität im Alter bei Alkoholspektrumsstörungen und Medikamentenabhängigkeit durch Community-Netzwerk-Interventionen", kurz SLAAC. Im Mittelpunkt dieser Studie stehen Menschen ab dem 55. Lebensjahr, die einen riskanten Alkohol- oder Medikamentenkonsum aufweisen.

Ziel des Projektes ist es, die Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene durch die Vernetzung der medizinischen Dienste mit den regionalen Suchthilfeeinrichtungen und den Institutionen der Altenhilfe zu verbessern. Auch die Familienangehörigen der Suchtkranken sollen in die Behandlung mit einbezogen werden. Die verbesserten Therapiemöglichkeiten sollen schließlich zu einer höheren Lebensqualität älterer Suchtkranker und ihrer Familien führen.

Für das Projekt sucht das Institut noch engagierte Ärzte im Raum Köln sowie in Freiburg und Umgebung (Kreis Freiburg-Stadt, Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, Kreis Emmendingen und Ortenaukreis). Die kooperierenden Ärzte können optional an verschiedenen kostenfreien zertifizierten Weiterbildungen teilnehmen. Sie werden innerhalb des Projektes geschult, ältere Suchtkranke besser zu erkennen und sie anschließend zu motivieren, den Alkohol- oder Medikamentenkonsum zu reduzieren oder Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Zusätzlich stellt das Institut den Ärzten validierte Screening-Instrumente sowie psychoedukatives Material zur Ausgabe an die Patienten zur Verfügung. Die Kollegen erhalten außerdem regelmäßige Einladungen zu den regionalen Netzwerktreffen und pro Studienpatient eine Aufwandentschädigung.

Das Projekt SLAAC wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Weitere Informationen bei: Frau Lucia Kollarikova, Tel. 0221/7757-168, E-Mail: l.kollarikova@katho-nrw.de
Homepage der Katholischen Hochschule NRW

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