Ärzte Zeitung online, 06.05.2011

Weniger Zulauf bei den Anonymen Alkoholikern

KARLSRUHE (dpa). Die Anonymen Alkoholiker verzeichnen weniger Zulauf. Grund sei die zunehmende Individualisierung, meint der Vereinsvorsitzende Frithjof Sahnwaldt.

"Menschen schließen sich nicht mehr so gerne Vereinigungen an. Das merken ja auch Parteien und Gewerkschaften", sagte Sahnwaldt zum Auftakt des Ländertreffens am Freitag (6. Mai) in Karlsruhe.

Bis Sonntag (8. Mai) werden dazu mehr als 4000 Gäste erwartet, etwa zwei Drittel davon Alkoholkranke.

Dass weniger Menschen die Anonymen Alkoholiker aufsuchen als früher, hat laut Sahnwaldt auch damit zu tun, dass es immer mehr andere Hilfsangebote für Alkoholiker gibt. Der Einfluss der Selbsthilfegruppen sinke.

Die Anonymen Alkoholiker zählen im deutschsprachigen Raum rund 2600 Gruppen mit im Schnitt zehn Betroffenen. Schätzungen zufolge sind in Deutschland mehr als zwei Millionen Menschen alkoholabhängig.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schützt Blutdrucksenkung auch vor Demenz?

Bei medikamentöser antihypertensiver Therapie war in einer US-Studie das Demenzrisiko deutlich reduziert. Das könnte eine Hoffnung für Demenz-Patienten sein. mehr »

Hausärzte zur Kooperation mit Pflegeheimen verpflichtet

Union und SPD bringen ihr zweites Gesetzespaket in der Gesundheitspolitik auf den Weg. Es geht um ein Milliarden Euro schweres Pflege-Programm. mehr »

"Keine Angst, man schläft nicht in der Praxis!"

Zwei Mediziner mit eigener Praxis berichten Jungärzten offen von Licht und Schatten der Niederlassung. mehr »