Ärzte Zeitung, 16.05.2011

Nikotinsucht bei Rauchern offenbar genetisch bedingt

BERLIN-BUCH (eb). Dass Rauchen süchtig macht, ist offenbar auch genetisch bedingt. Von zentraler Bedeutung ist dabei eine Region im Zwischenhirn: die Habenula.

Das haben Dr. Inés Ibañez-Tallon und ihre Mitarbeiter vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch zeigen können und den Mechanismus, der zur Sucht führt, erhellt, wie das Forschungszentrum mitteilt (Neuron 2011; 70 / 3: 522).

Eines der beteiligten Gene ist das Gen alpha5. "Es ist bekannt, dass starke Raucher eine Punktmutation in diesem Gen haben. Sie laufen eher Gefahr nikotinabhängig zu werden und Lungenkrebs zu entwickeln, als Menschen ohne diese Genmutation", wird Ibañez-Tallon in der Mitteilung zitiert.

Ein zweites Gen in der Untergruppe mit dem Bauplan für den bei Rauchern durch Nikotin aktivierten Acetylcholin-Rezeptor ist das Gen beta4.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Was Patienten ihrem Arzt verschweigen

Als Arzt muss man damit rechnen, dass Patienten nicht alle gesundheitsrelevanten Infos offenlegen. Wann und warum sie diese verheimlichen, haben Psychologen analysiert. mehr »

Möglicher Prognosemarker entdeckt

Forscher haben einen Biomarker entdeckt, der bei Prostatakrebs-Patienten früh auf einen aggressiven Verlauf hinweisen könnte – und ein Computermodell entwickelt, das bei der Vorhersage hilft, wie sich der Tumor entwickelt. mehr »

Gewichtheben enttarnt Koronaranomalie

Krafttraining zur KHK-Prävention: Das funktionierte bei einem jungen Gewichtheber – allerdings auf unvorhergesehene Weise. mehr »