Ärzte Zeitung, 05.03.2013

Unehrlich

Engländer verschweigen Alkoholkonsum

LONDON. Engländer trinken etwa doppelt soviel Alkohol wie sie zugeben. In Läden und Pubs wird wesentlich mehr Alkohol verkauft und gezapft, wie die Menschen in den Fragebögen von Medizinern des University College in London angaben (Eur J Public Health 2013, online 26. Februar).

Momentan sei unbekannt, wer fast die Hälfte des in England verkauften Alkohols konsumiere, so die Autoren um Dr. Sadie Boniface vom Institut für Epidemiologie und Gesundheitswesen der Universität in London.

Aufgrund der neuen Daten schätzt sie, dass 75 Prozent der Männer und 80 Prozent der Frauen zumindest gelegentlich den Tagesgrenzwert überschreiten. Das sind 19 Prozent mehr Männer und 26 Prozent mehr Frauen als bislang angenommen.

Die Grenzwerte wurden vom englischen Gesundheitsministerium festgelt und liegen für Frauen bei etwa 0,9 Liter Bier und bei Männern bei 1,1 Liter Bier am Tag.

Das Gesundheitsministerium möchte den Alkoholmissbrauch bekämpfen und versucht daher, einen Mindestpreis für Bier einzuführen sowie die Regelungen zur Vergabe der Ausschanklizenzen zu verschärfen. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »

Das hilft bei "Fettleber"

Patienten mit nichtalkoholischer Fettleber können sich selbst helfen - indem sie gesünder leben. Forscher haben Biomarker ausfindig gemacht, die offenbar die Veränderung der Leberfibrose vorhersagen können. mehr »