Ärzte Zeitung online, 21.09.2016

Schülerstudie zu Drogenkonsum

Komatrinken und neue Drogen machen Sorgen

Zwar trinken Jugendliche immer seltener Alkohol und rauchen Zigaretten, dafür sind andere Drogen auf dem Vormarsch.

Komatrinken und neue Drogen machen Sorgen

Insgesamt ist der Konsum illegaler Drogen unter den 15- bis 16-Jährigen nach wie vor hoch.

© patrickjohn71 / fotolia.com

LISSABON. 96.043 Schüler aus 35 europäischen Ländern haben Auskunft über ihren Alkohol- und Drogenkonsum gegeben. Die Ergebnisse sind in der gerade erschienenen ESPAD-Studie zusammengefasst.

Während Alkohol- und Zigarettenkonsum bei den 15- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schülern rückläufig sind, geben neue Drogen und die Entwicklung neuer Formen von Suchtverhalten Anlass zur Besorgnis.

Insgesamt ist der Konsum illegaler Drogen nach wie vor hoch, wobei in zehn Ländern Raten von über 25 Prozent ermittelt wurden. In allen ESPAD-Ländern war Cannabis die am weitesten verbreitete Droge. Weniger erfreulich ist den Studienautoren zufolge, dass in der jüngsten Erhebung jeder dritte Befragte (35 Prozent) von Rauschtrinken in den letzten 30 Tagen berichtete.

In allen Ländern berichteten deutlich mehr Jungen als Mädchen, im vorangegangenen Jahr Erfahrungen mit Glücksspielen jeglicher Art gemacht zu haben (durchschnittlich 23 Prozent versus 5 Prozent). 12 Prozent der Jungen und 2 Prozent der Mädchen berichteten sogar, regelmäßig Glücksspiele mit Geldeinsatz zu spielen.

Die ESPAD-Gruppe äußert sich besorgt über die Popularität von Online-Spielen und Online-Glücksspielen mit Geldeinsatz unter Jugendlichen. (eb/bae)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Was Patienten ihrem Arzt verschweigen

Als Arzt muss man damit rechnen, dass Patienten nicht alle gesundheitsrelevanten Infos offenlegen. Wann und warum sie diese verheimlichen, haben Psychologen analysiert. mehr »

Möglicher Prognosemarker entdeckt

Forscher haben einen Biomarker entdeckt, der bei Prostatakrebs-Patienten früh auf einen aggressiven Verlauf hinweisen könnte – und ein Computermodell entwickelt, das bei der Vorhersage hilft, wie sich der Tumor entwickelt. mehr »

Gewichtheben enttarnt Koronaranomalie

Krafttraining zur KHK-Prävention: Das funktionierte bei einem jungen Gewichtheber – allerdings auf unvorhergesehene Weise. mehr »