Ärzte Zeitung, 09.03.2005

Selbsthypnose senkt Verbrauch von Analgetika

GÖTTINGEN (dpa). Chronische Schmerzpatienten können mittels verhaltenstherapeutischer Selbsthypnose die Stärke ihrer Schmerzattacken deutlich verringern und so auch den Einsatz an Medikamenten spürbar reduzieren. Das ist das Ergebnis einer Folgestudie mit 28 Schmerzpatienten der Universität Göttingen.

Nachdem bereits die Wirksamkeit des Verfahrens zur Schmerzreduktion in einer ersten Studie getestet worden war, standen diesmal die Auswirkungen auf den Medikamentenkonsum im Mittelpunkt. Nach Angaben von Dr. Stefan Jacobs vom Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie, der die Studie leitete, konnten die Patienten dauerhaft auf 60 bis 75 Prozent ihrer Medikamentendosis verzichten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »

Eine Milliarde Euro mehr für Ärzte? KBV ist "enttäuscht"

Die Vertragsärzte in Deutschland bekommen im nächsten Jahr knapp eine Milliarde Euro mehr an Honorar. Das ist das Ergebnis der Honorarverhandlungen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband. mehr »