Schmerzen

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Modul: Opioide in der Hausarztpraxis – Chronische nicht-tumorbedingte Schmerzen

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Ärzte Zeitung, 31.03.2005

Frühe Therapie mit Opioid stärkt Schmerzabwehr

Fentanyl-Pflaster bewährt sich bei Bewegungsschmerz

FRANKFURT AM MAIN (hae). Degenerative Veränderungen des Bewegungsapparates sind die häufigsten Auslöser von langanhaltenden Schmerzen bei alten Menschen. Können die Beschwerden mit nicht-steroidalen Antiphlogistika nicht ausreichend gelindert werden, ist niedrigdosiertes transdermales Fentanyl eine wichtige Alternative.

Zwischen 25 und 50 Prozent aller Menschen über 60 Jahren, die noch in der eigenen Wohnung leben, leiden an chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates, wie Dr. Michael Küster, Internist und Schmerztherapeut aus Bonn, beim 16. Deutschen Schmerztag in Frankfurt berichtet hat. Mit 45 bis 80 Prozent sei deren Anteil bei Heimbewohnern noch deutlich höher.

Muskelschmerzen können sehr früh chronifizieren

Unter den Bewegungsschmerzen können vor allem muskuläre Beschwerden viel früher chronifizieren als bisher angenommen. Die frühzeitige Anwendung von Opioiden in ausreichender Dosierung wirke daher sowohl analgetisch als auch präventiv, indem die endogenen Schmerzabwehr-Mechanismen gestärkt und die Sensibilisierung der Schmerzrezeptoren verhindert werde, so Küster bei einem Symposium des Unternehmens Janssen-Cilag.

Mit dem seit einigen Monaten verfügbaren niedrigdosierten Pflaster Durogesic® SMAT 12,5 µg/h stehe zum Beispiel der reine µ-Agonist Fentanyl auch als Opioid der WHO-Stufe II bei chronischen Bewegungsschmerzen zur Verfügung.

Geringe Toleranzentwicklung mit Fentanyl-Pflaster

Das auch bei Opioid-vorbehandelten Kindern ab dem 2. Lebensjahr zugelassene Schmerzpflaster bewirkt im Vergleich zu anderen Opioiden eine sehr geringe Toleranzentwicklung. Studiendaten belegen für transdermales Fentanyl sowohl bei rheumatoider Arthritis als auch bei Arthrose eine ausgeprägte Reduktion von Ruhe- und Bewegungsschmerzen über die Dauer von zwölf Monaten, ohne daß die Dosierung nennenswert erhöht werden mußte.

Auch zur Minimierung unerwünschter Wirkungen ist es nach Ansicht des Bonner Schmerztherapeuten sinnvoller, ein hochpotentes Opioid niedrig zu dosieren als niedrigpotente Opioide hoch zu dosieren.

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