Schmerzen

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Opioide in der Hausarztpraxis – Chronische nicht-tumorbedingte Schmerzen

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 27.04.2005

Lange Schmerzdauer hat langwierige Therapie zur Folge

Neue Daten bestätigen Nutzen einer frühen Therapie

FRANKFURT/MAIN (hbr). Schmerzpatienten sollten frühzeitig behandelt werden, um einer Chronifizierung des Schmerzes vorzubeugen. Denn je länger dieser besteht, um so langwieriger wird die Therapie.

Daran hat Dr. Gerhard Müller-Schwefe aus Göppingen bei einer Veranstaltung von AWD-Pharma beim Deutschen Schmerztag in Frankfurt am Main erinnert. Den Einfluß der Chronifizierung auf den Therapie-Erfolg belegt eine Anwendungsbeobachtung mit Flupirtin (Katadolon®).

Flupirtin wirkt schmerzlindernd und normalisiert den Muskeltonus. An der Studie nahmen über 7000 Patienten mit muskuloskelettalen Schmerzen teil. Die Patienten wurden anhand ihrer Schmerzdauer in drei Gruppen unterteilt: Schmerzdauer weniger als eine Woche, eine Woche bis drei Monate oder mehr als drei Monate.

Die Teilnehmer hatten zu Beginn der Behandlung starke Schmerzen. Die Intensität wurde auf einer Skala von Null (kein Schmerz) bis vier (sehr starker Schmerz) auf Stufe drei eingeordnet. Nach einer Woche und nach einem Monat wurden Änderungen dokumentiert.

Die Daten belegen, daß Patienten mit der kürzesten Schmerzdauer am schnellsten profitierten. Innerhalb einer Woche schwanden die Schmerzen bereits um mehr als die Hälfte. Nach einem Monat lagen sie fast bei Null, wie der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie berichtete.

Zwar meldeten auch die Teilnehmer der anderen Gruppen ein besseres Befinden. Sie brauchten aber deutlich länger für den vergleichbaren Effekt. Am längsten dauerte es bis zu einem Therapie-Erfolg in der Gruppe mit der längsten Schmerzdauer.

Für die Abnahme muskulärer Verspannungen galt dasselbe. Auch schmerz- und verspannungsbedingte Einschränkungen bei alltäglichen Verrichtungen folgten dem gleichen Muster, so Müller-Schwefe. Er plädiert deshalb dafür, eine Chronifizierung von vorneherein zu vermeiden: "Je kürzer der Schmerz bestanden hat, um so schneller und effektiver können wir Patienten helfen."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »