Ärzte Zeitung online, 20.03.2009

Bundesamt warnt vor Schmerzmittel Fortodol - schwere Leberschäden

BERLIN (dpa). Das Bundesamt für Verbraucherschutz hat vor der Einnahme des Schmerzmittels Fortodol gewarnt. Beim Verzehr des Präparats bestehe die Gefahr schwerer Leberschäden, teilte das Amt am Donnerstag mit.

In Norwegen und Schweden sei nach aktuellem Stand bereits eine Person an den Folgen der Fortodol-Einnahme gestorben, acht weitere seien erkrankt. Das Präparat enthalte laut einer schwedischen Analyse die in Europa nicht zugelassene Substanz Nimesulid.

Die Kapseln werden im Internet als kräuterbasierte Mittel gegen Arthritis, Rücken-, Zahnschmerzen oder Migräne angeboten. In England werde das Produkt auch unter dem Namen Miradin vertrieben, in Schweden sei es im Februar bereits vom Markt genommen worden.

Informationen im Internet beim Bundesamt für Verbraucherschutz www.bvl.bund.de

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