Ärzte Zeitung online, 29.12.2010
 

Auch unter Fibromyalgie leiden die Gefäße

BUSAN (hub). Nicht nur bei Patienten mit Rheumatoider Arhtritis (RA) ist die Endothelfunktion verschlechtert. Dieser Befund trifft auch auf Fibromyalgie-Patienten zu.

Auch unter Fibromyalgie leiden die Gefäße

Ganzkörper-Aufnahme mit Rotfärbung der Arterien. Auch bei Fibromyalgie leiden die Gefäße.

© Siemens Medical Solutions

Diese Schlussfolgerung wird in einer Studie aus Südkorea gezogen, in der Daten von 55 Frauen in der Postmenopause und mit Fibromyalgie (FM) mit jenen von 35 Frauen ohne Fibromyalgie verglichen wurden. Die Endothelfunktion wurde dabei anhand der Fluss-assoziierten Dilatation (FMD) der Brachialis-Arterie beurteilt (Clin Rheumatol online). Dabei wurden die FM-Patientinnen mit Hilfe eines Fragebogens (fibromyalgia impact questionnaire, FIQ, 0 bis 100 Punkte) in zwei Gruppen eingeteilt: In jene mit stark ausgeprägter FM (FIQ 50 oder mehr Punkte) und jene mit schwächer ausgeprägter Erkrankung (FIQ unter 50).

Dabei war der FMD-Wert in beiden Fibromyalgie-Gruppen geringer als bei den Kontrollpersonen. Die FMD-Werte lagen bei im Mittel 5,4 Prozent (FIQ 50 plus), 6,6 Prozent (FIQ unter 50) und 7 Prozent (Kontrollen). Die durch Nitroglyzerin induzierte Dilatation der Brachialis-Arterie unterschied sich ebenfalls. Hier lagen die Werte bei 11 (hoher FIQ), 14,3 (niedriger FIQ) und 14,7 Prozent (Kontrollen).

Dabei waren die FMD als auch die Nitroglyzerin induzierte Dilatation invers mit der Schmerzstärke auf einer visuellen Analogskala und auch dem FIQ-Score assoziiert, schreiben die Autoren. Angst, Stress und Depressionen - alles gehäuft bei FM-Patienten - sind kardiovaskuläre Risikofaktoren und können die FMD negativ beeinflussen. Wie auch bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis könnten die Gefäße der FM-Patienten von einer effektiven Therapie der Grunderkrankung profitieren. Auf die üblichen Gefäß-Risikofaktoren ist besonders zu achten.

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