Ärzte Zeitung, 16.08.2012

Zertifikat

Hohe Ansprüche an ein "Schmerzfreies Krankenhaus"

SCHWERTE (fk). In einem Pilotprojekt stellten 2003 einige Kliniken eine eklatante Unterversorgung sowohl chirurgischer als auch konservativer Patienten in Bezug auf Schmerzen fest.

Maßnahmen zur Verbesserung des Schmerzmanagements, etwa durch feste Therapieschemata, Beratung und Schulung der Mitarbeiter und systematische Schmerzerfassung und Dokumentation verringerten den Anteil der Patienten mit mittelstarken bis starken Schmerzen in diesen Kliniken deutlich.

Über einen Zertifizierungsprozess stehen solche Optimierungsprozesse heute allen interessierten Kliniken zur Verfügung. Den Leistungskatalog entwickelte der Verein Certkom, die Zertifizierung erfolgt durch die painCert GmbH.

Die Bezeichnung "Schmerzfreies Krankenhaus" ist ambitioniert, doch Pain Nurse und Visitorin Birgitta Pieper hofft, dass die daraus resultierenden hohen Ansprüche letztlich dazu führen, dass sich Patienten bei Schmerzen frühzeitig melden, rascher und besser versorgt werden und so Schmerzen seltener chronifizieren.

Weitere Informationen: www.certkom.com: Certkom - Gesellschaft für qualifizierte Schmerztherapie und www.paincert.org: painCert GmbH - Gesellschaft für qualifizierte Schmerztherapie.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »